Archiv für die 'Edelmetalle' Kategorie

Goldrausch - BILD.de erklärt den steilen Anstieg des Preises

Samstag 9. Januar 2010 von admin

Von Dirk Müller

Seit Jahren wird uns erzählt: Gold bringt keine Zinsen, Gold ist eine völlig veraltete und unmoderne Anlageform. Doch die derzeitige Entwicklung spricht eine andere Sprache. BILD.de erklärt das Phänomen!

Früher waren die Währungen durch Gold gedeckt. „Banknoten” waren nur Quittungen für hinterlegtes Gold und Silber. Seit wenigen Jahrzehnten ist das anders Plötzlich waren die Banknoten durch nichts mehr gedeckt. Sie funktionieren nur nach dem Prinzip des blinden Gottvertrauens. Nicht umsonst steht auf den USBanknoten „In god we Trust”. Damit dieses blinde Vertrauen funktioniert, musste man die mögliche Alternativwährung, die seit Jahrtausenden die eigentliche Währung war, nämlich Gold und Silber, diskreditieren. Altmodisch, bringt keine Zinsen. „Kann man nicht essen” war für mich in diesem Zusammenhang die dümmste Argumentation, wenn Sie schon einmal versucht haben, ein LehmanZertifikat zu verspeisen. Wobei manchem sicherlich danach zumute war, aber das wäre ein anderes Thema.


Dennoch hat sich Gold in Euro gerechnet in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. In US-Dollar sogar verdreifacht.

In diesen Zeiten, in denen die Notenbanken völlig ungehemmt neue Papierscheine drucken und neues, ungedecktes Geld in Umlauf bringen, sorgen sich die Anleger zu Recht über die Werthaltigkeit dieser Scheine. Das blinde Gottvertrauen weicht einem gesunden Misstrauen.

Dieses Misstrauen sehen Sie im aktuellen Run auf Gold und Silber.
Besonders China will seine Unmengen an US-Dollar los werden. Hierzu kauft China seit Monaten weltweit in rauen Mengen Industrierohstoffe, die sie natürlich in US-Dollar bezahlen, aber auch in ganz großem Stil Gold. Diese Käufe haben in den letzten Wochen eine neue Dimension angenommen.

Nachdem privater Edelmetall besitz in China bis vor wenigen Jahren streng verboten war, hat China nun seine Bevölkerung per Fernsehwerbung aufgerufen, massiv in Gold und Silber zu investieren. Eine Revolution. Was passiert?
Die Chinesen kaufen auf dem staatlich kontrollierten Edelmetallmarkt Gold und Silber gegen die einheimische Landeswährung Renminbi (keine Sorge, ich kann das auch nur schwer aussprechen). Das Gold und Silber kauft China dann auf dem Weltmarkt gegen US-Dollar. Und zwar im Auftrag Dritter, nämlich der Bevölkerung.

Auf diese Weise kann China geschickt US-Dollar abbauen und gleichzeitig die eigene Bevölkerung mit einer Hartwährung (Gold und Silber) ausstatten.

Gleichzeitig gilt der Edelmetallmarkt als der am heftigsten manipulierte Markt überhaupt.
Wenige große internationale Häuser habenüber Jahre riesige Positionen an Edelmetall leer verkauft, also Ware verkauft, die sie noch gar nicht hatten, um die Preise
zu drücken. Auch, um aller Welt zu zeigen: Seht ihr, Edelmetalle bringen nichts! Vertraut auf die Papierwährung. Je höher die Preise aber steigen, zum Beispiel durch massive Käufe aus Asien oder privater Anleger, die den Währungen nicht mehr trauen, desto größer werden die Probleme für diese „Leerverkäufer”, die diese
nicht vorhandene aber verkaufte Ware liefern müssen. Das kann zu größeren Turbulenzen an den Edelmetallmärkten, aber auch bei der einen oder anderen Bank
führen.

Es sieht so aus, als stünde Gold und Silber eine goldene Zukunft bevor.
Aber Vorsicht. Der Edelmetallmarkt bleibt ein stark manipulierter. Starke und heftige Rückschläge sind hier jederzeit drin. Bei Silber noch stärker als bei Gold. Ohnehin ist Silber eine äußerst interessante Variante. Im Vergleich zu Gold ist Silber historisch billig. Früher bekam man für eine Unze (31,1 Gramm) Gold 14 Unzen Silber. Heute 60 Unzen. Dabei ist immer weniger Silber verfügbar. Eine interessante Wette…

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Goldene Zeiten - Edelmetalle gelten als Schutz gegen Inflation

Samstag 9. Januar 2010 von admin

Papiergeld ist anfällig für Wertverluste -Edelmetalle sind solide und werden seit Jahrtausenden als Wertspeicher geschätzt. Und wenn das Papiergeld einmal nichts mehr wert sein sollte, dann wird man immer noch mit Edelmetallen bezahlen können. Das sind Argumente, mit denen die Anhänger von Edelmetallwährungen werben, und tatsächlich gibt es auch Bankberater, die vor allem gutbetuchten Kunden empfehlen, zumindest einen kleinen Teil ihres Vermögens aus Vorsichtsgründen in Gold zu halten. Aktuell zeigen sich im Goldpreis aber keine Inflationserwartungen; Der Preis schwankt seit Monten um 950 Dollar je Unze. Die Goldnachfrage für Anlagezwecke hat in den vergangenen Wochen sogar abgenommen.

Gold ist gleichwohl das Edelmetall, das sich am ehesten für die Kapitalanlage eignet. Es gibt zwar Silber-Fans, die für „ihr” Metall trommeln, aber in der Praxis wird Silber schon lange vor allem in der Industrie verwendet und besitzt daher eher den Status eines Industriemetalls.
In Gold investieren lässt sich auf mehrerlei Weise. Die ursprünglichste — und die einzige von den Gold-Anhängern anerkannte — Version ist der Kauf physischen Goldes üblicherweise in Form von Barren oder Münzen. Versorgungsengpässe sind hier nicht zu befürchten; während der Finanzkrise waren lediglich einzelne Sorten von Münzen einmal vorübergehend ausverkauft. Achten muss der Erwerber vor allem auf eine sichere Aufbewahrung seines Goldes. Wissen muss er auch, dass Gold keinerlei laufende Erträge wie -Zinsen oder Dividenden abwirft und die Spannen zwischen An- und Verkaufspreisen je nach Barrengröße oder Münzsorte spürbar sein können.
Eine Alternative zum physischen Gold bilden Goldminenaktien, die aber deutlich spekulativer sind. Hier lassen sich drei Typen von Unternehmen unterscheiden.

Der größte Goldfonds, der SPDR Gold Trust, besitzt mehr von dem Edelmetall als China oder die Schweiz.

Zum einen gibt es bedeutende Minengesellschaften („Seniors”) wie Barrick Gold oder Newmont Mining, die zum Teil schon seit Jahrzehnten am Markt sind, über stattliche vermutete Reserven verfügen und deren Aktien unter anderem für die Berechnung des Branchenindex American Gold Bugs, auch HUI genannt, verwendet werden. Das sind die Standardwerte unter den Minenaktien.
Schon deutlich spekulativer sind kleine Minen, die häufig erst seit relativ kurzer Zeit die Förderung aufgenommen haben („Juniors”). Hier sind die Chancen und die Risiken bedeutender. Wenn die Reserven unerwartet schnell erschöpft sind, kann die Aktie zum Totalverlust werden. Falls dagegen unerwartet reichhaltige Reserven entdeckt werden, kann der Aktienkurs innerhalb kurzer Zeit sehr stark steigen. Mit erfolgreichen „Juniors” lässt sich auch auf eine Übernahme durch einen großen Konzern spekulieren. Der Markt erfordert allerdings sehr gute Kenntnisse.
Noch viel riskanter sind Aktienkäufe von Unternehmen, die noch gar kein Gold fördern, sondern erst auf der Suche sind und Geld einsammeln, um zum Beispiel Probebohrungen zu finanzieren („Explorer”). Der Markt für diese Unternehmen ist allerdings sehr intransparent, auf ihm tummeln sich auch immer wieder zwielichtige Personen, die Geld von Anlegern einsammeln und danach niemals ernsthaft nach Gold suchen. Als Absicherung eignen sich solche Aktien eher nicht.
Wer kein physisches Gold und keine Minenaktien erwerben möchte, dem bieten sich Anteile an Goldfonds. Seit vielen Jahren am Markt sind Fonds, die überwiegend in Goldminenaktien investieren. Viele dieser Fonds sind eher klein, aber zumindest der Black Rock World Gold Fund A2 erreicht mit 3,9 Milliarden Euro ein ansehnliches Volumen.
In jüngerer Zeit ging der Trend aber eher zu gelegentlich börsennotierten Fonds (ETF), die in Gold investieren. Der Branchenführer ist der SPDR Gold Trust, der mit den ihm zugeflossenen Kundengeldern zur Zeit 1066 Tonnen Gold besitzt, die in London gelagert sind. Das ist etwas mehr als die Goldreserven Chinas oder der Schweiz. Manche Fonds investieren wie der SPDR Gold Trust Kundengelder in physisches Gold, aber es ist auch denkbar, dass ein Fonds zumindest einen Teil seines Vermögens in Gold-Terminkontrakte investiert. Ob ein Fonds dies tut, müsste aus seinen Unterlagen hervorgehen.

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