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Warren Buffet im Goldrausch

Samstag 26. Dezember 2009 von admin

warren

Warren Buffett: Der Name steht für unerschütterliche Anlageprinzipien und langfristigen Erfolg. Jetzt hat der Chef der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway wieder zugeschlagen: Er will zwei große amerikanische Goldschmuck-Produzenten kaufen und daraus den größten Anbieter in den USA schmieden. Das ist kein kleiner Deal und man darf fragen, was der kauzige alte Herr aus dem verschlafenen Omaha im Bundesstaat Nebraska daran so spannend findet.

FRANKFURT. Bisher hat der Milliardär nicht viel übrig gehabt für die edlen Metalle. Es ist keine zehn Jahre her, dass der passionierte Cola-Trinker Gold der Lächerlichkeit preisgab. Seine überlieferte Aussage von damals: Menschen graben Gold irgendwo aus dem Boden, schmelzen und gießen es in Formen, graben ein anderes Loch, verbuddeln es da wieder und stellen dann Leute zur Bewachung ein. Würden uns Marsianer zusehen müssten sie den Kopf schütteln.

Nun weiß man von Buffett, dass er wie kaum ein anderer Investor für die Anlage in billigen Objekten steht. Das Metall ist trotz seiner mehrere Jahre währenden Hausse noch relativ preiswert – Aktien beispielsweise sind weit stärker gestiegen. Auch fundamental spricht vieles für Gold. Die weltweite Minenproduktion sinkt tendenziell, während Großinvestoren nach Jahrzehnte langer Abstinenz mittlerweile kräftig zukaufen.

Da passt der Buffett-Coup gut ins Bild. Vertreter aus der Goldbranche sehen das ähnlich. Der ehemalige Chef der zweitgrößten Mine, Pierre Lassonde, sieht den Goldpreis zur Weihnachtszeit bei 750 Dollar je Unze (31 Gramm). Ganz zu schweigen von Robert McEwen, Chef der Minengesellschaft U.S. Gold Corp. und einer der hellsten Köpfe der Branche. Seine jüngste Prognose: Gold schafft es bis 2010 locker auf 2000 Dollar.

Man mag solchen Optimismus als Berufs-Enthusiasmus von Branchenvertretern abtun. Aber der Meinungswandel von Buffett lässt aufhorchen. Und die jüngsten Preistendenzen bei den Edelmetallen sollten keine Verwirrung schaffen: Gold dümpelt bei 660 Dollar vor sich hin, will die Investoren anscheinend die Sommerpause vorweg nehmen. Auch während der letzten großen Hausse in den siebziger Jahren ging der Goldpreis während der Sommermonate deutlich zurück. Es gab nur eine Ausnahme: 1979, aber da war der Markt schon in der Übertreibungsphase – kurze Zeit später begann die zwei Jahrzehnte währende Baisse.

Gold-Fans können demnach durchatmen. Wenn sich Geschichte wiederholt, haben sie genügend Zeit für einen Einstieg; sei es über Käufe von physischem Metall, Aktien oder Fonds. Wenn es doch nichts werden sollte mit den erhofften Preissteigerungen, haben die Anleger immerhin einen Trost: Super-Investor Buffett und die Gold-Legende McEwen liegen dann auch daneben. Man wäre in bester Gesellschaft. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung spricht allerdings gegen einen Irrtum der Koryphäen.

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Mit Gold zu allen Zeiten auf der sicheren Seite

Samstag 19. Dezember 2009 von admin

1948, als alles Papiergeld auf Null gesetzt worden sei, habe man für eine Feinunze Gold, also für 31,1034768 Gramm, eine Bankersvilla bekommen. Für 12 bis 15 Feinunzen Gold sogar einen ganzen Straßenzug mit 15 Einfamilienhäusern auf jeder Seite, also 30 Häuser insgesamt.

In Simbabwe könne heute für ein Gramm Gold, das man sich im Frankfurter Hauptbahnhof wie einen Kaugummi für 24 Euro aus dem Automaten ziehen kann, eine zehnköpfige Familie fünf Monate lang luxuriös leben.

Bocker, der schon 104 Länder bereist und in 54 Ländern gearbeitet habe, fragte plötzlich in die Zuhörerrunde, in welcher Stadt er denn bitteschön gerade sei. Potsdam. “Ah, Potsdam.” Und dann lobte Bocker das wundervolle Buffet, dass das Dorint-Hotel in der Jägerallee kurz vor seinem Vortrag aufgebaut hatte. “Ich weiß nicht, was das alles war, aber es war spitzenmäßig. Und verdursten kann man ja bei Ihnen auch nicht so leicht. Deutschland zählt zu den wenigen Ländern, in denen man Wasser bedenkenlos aus der Leitung trinken kann.”

Er selbst sei 42 Jahre nicht zum Arzt gegangen. Und das wäre auch noch länger so gegangen, wenn die Schweizer Behörden ihn nicht zu einer amtlichen Untersuchung gezwungen hätten, weil er sonst seinen Führerschein hätte abgeben müssen.

Bocker fahre Mercedes. Und er habe einen Bodyguard, den er aber noch nie gebraucht habe. Die Untersuchung beim Arzt habe er selbst bezahlt, denn er besitze gar keine Krankenversicherung. “Das System ist doch irrsinnig”, begründete er sogleich seine Verweigerung. “Sie gehen zum Arzt, weil Sie sich mies fühlen. Der Arzt verschreibt Ihnen etwas. Das kostet 200 Euro. Sie lösen das Rezept ein. Das kostet wieder 200 Euro. Die Medikamente haben so starke Nebenwirkungen, dass Sie wieder zum Arzt müssen. Der begutachtet Sie und verschreibt Ihnen gegen die Nebenwirkungen etwas. Auch das kostet 200 Euro. Sie gehen zur Apotheke. Das kostet noch Mal 200 Euro. Sie haben 800 Euro Kosten verursacht und sind immer noch krank. Das ist nicht gesund.”

Er selbst halte sich mit Schwitzen in der Sauna fit und ein bisschen Bewegung an der frischen Luft. “Jeder hat da seine eigene Vorliebe. Hauptsache, Sie stärken Ihre Immunsystem.”

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